Handlungsfelder

Der Kongress behandelt vier Handlungsfelder, die sich inhaltlich in den zwölf Zukunftsforen* sowie
weiteren Formaten wie Werkstätten oder Dialogen widerspiegeln:

 

Handlungsfeld 1
Strategie:
Politik, Werte & Recht

Handlungsfeld 2
Digitale Verwaltung:
Strukturen, Prozesse & Dienstleistungen

  • Sonderplenum: Zukunftsforen I & II: Digitale Verwaltung: So kommen wir zu einer effektiveren Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen!
  • Zukunftsforum V: Gesetze und Verordnungen im Praxistest: Ist unsere Rechtsetzung „digital ready“?
  • Zukunftsforum IX: „Deutschland vor der Wahl: Digitaler Aufbruch oder analoger Stillstand?“ - Das politische Gespräch zum Thema des Zukunftskongresses 2017 mit den Programmstrategen der Parteien zur Bundestagswahl
  • Zukunftswerkstatt Z 1.2: Innovationsmanagement in der Verwaltung: Innovationslabore, MindLabs und Regierungs-Start-Ups als Game-Changer
  • Zukunftsdialog Z 2.1: Rückzug des Staates aus dem  ländlichen Raum: Was kann die Digitalisierung dem entgegensetzen?
  • Zukunftsforum VIOffenheit und Beteiligung: Weg zu einer besseren Politik, zu einer besseren Verwaltung?
  • Zukunftsforum X: Cyber- und IT-Sicherheit: aktueller Stand zu Normsetzungs- und strategischen Vorhaben des Bundes mit Wirkungen für Bürger, Wirtschaft und Öffentliche Hand
  • Zukunftswerkstatt Z 1.1: Bots, Algorithmen und künstliche Intelligenz: Anwendungsmöglichkeiten in der Öffentlichen Verwaltung der Zukunft
  • Zukunftswerkstatt Z 2.2: Die 10 großen internationalen Technologietrends und ihre Bedeutung für die IT von Staat & Verwaltung
  • Zukunftswerkstatt Z 3.1: E-Akte: Hemmende und treibende Faktoren beim Rollout (Arbeitstitel)
  • Zukunftsdialog Z 3.4: Bürgerorientierung zum Erleben – verwaltungsübergreifendes Handeln für bessere Services

Handlungsfeld 3
Finanzen:
Investitionen, Effizienz & Transparenz

Handlungsfeld 4
Arbeitswelt:
Lernen, Führen & Verändern

  • Zukunftsforum III: IT-Konsolidierung in Bund, Ländern und Kommunen – Status quo und Entwicklungsperspektiven
  • Zukunftsforum VII: Demographischer Wandel & digitale Revolution – Was bedeutet dies für die Tragfähigkeit unsere Staatsfinanzen?
  • Zukunftsforum XI: Digitalisierungsprogramm für Staat & Verwaltung: Wie finanzieren wir ebenenübergreifende Großprojekte, die allen nützen? (Arbeitstitel)
  • Zukunftswerkstatt Z 3.2: IT-Beschaffung in einer konsolidierten IT-Landschaft des Staates – Was kommt auf Fachbereiche, Beschaffer und Bieter zu?
  • Zukunftsforum IV: Digital Leadership: Was bleibt, was kommt?
  • Zukunftsforum VIII: Kulturwandel in der Verwaltung: Interdisziplinäre Teams stärken!
  • Zukunftsforum XII: Arbeits(zeit)gestaltung der Zukunft: Ein Dialog zwischen Theorie & Praxis
  • Zukunftsdialog Z 1.3: Wandel zu einer projektorientierten Kultur in der öffentlichen Verwaltung
  • Zukunftsdialog Z 3.3: Agile Verwaltung

 

 

Die Themen im Detail

Handlungsfeld 1

Sonderplenum: Zukunftsforen I & II:

Digitale Verwaltung: So kommen wir zu einer effektiveren Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen!

 

Mit der Digitalisierung des Asylverfahrens haben Bund, Länder und Kommunen gezeigt, wie sie erfolgreich zusammenarbeiten können. Diese Erfahrung wollen wir nutzen, um die Verwaltung auch in anderen Bereichen moderner und bürgerfreundlicher zu gestalten.

Daher hat der IT-Planungsrat im Oktober 2016 ein Koordinierungsprojekt zur Errichtung eines Portalverbunds beschlossen. Mit dem Portalverbund werden zukünftig die Verwaltungsportale des Bundes, der Länder und der Kommunen intelligent verknüpft. Damit erhalten die Nutzerinnen und Nutzer einen einfachen und benutzerfreundlichen Zugang zu den gesuchten Verwaltungsleistungen. Ergänzt wird der Portalverbund durch Bürger- und Unternehmenskonten, die auf allen drei Verwaltungsebenen angeboten werden, um die eindeutige Identifizierung des Nutzers zu gewährleisten und die Abwicklung von Verwaltungsleistungen zu vereinfachen.

Um die Bereitstellung von Anwendungen für den Portalverbund zu unterstützen, hat der IT-Planungsrat zusätzlich ein Digitalisierungsprogramm aufgelegt. Je drei konkrete Anliegen mit hoher Relevanz für Bürgerinnen und Bürger sowie für Unternehmen werden im Rahmen des Programms bis 2018 beispielhaft umgesetzt. Für jedes Anliegen wird eine bestehende Lösung in die föderale IT-Infrastruktur eingebettet und über den künftigen Portalverbund zugänglich gemacht.

In diesem Sonderplenum wird aus den Blickwinkeln der unterschiedlichen Akteure darüber diskutiert, wie Bund, Länder und Kommunen gemeinsam ein einheitliches digitales Verwaltungsangebot realisieren können.

 

Zukunftsforum V:

Gesetze und Verordnungen im Praxistest: Ist unsere Rechtsetzung „digital ready“?

 

Die Digitalisierung verändert die Lebenswelt der Bürgerinnen und Bürger, revolutioniert ganze Wirtschaftszweige und ist ein treibender Motor für eine moderne Verwaltung. Kann dies unter dem Primat des gesetzten Rechts funktionieren? Ist die Rechtsetzung bereit und fähig, die Vorteile der Digitalisierung in den durch das Recht bestimmten Abläufen insbesondere zwischen Verwaltung und Bürgern sowie Unternehmen zum Tragen zu bringen?
Die Gesetzgebung muss die digitale Gestaltung von rechtlich vorgegebenen Abläufen von vornherein mitdenken. Ohne die entsprechenden Fähigkeiten und Möglichkeiten der am Rechtsetzungsprozess Beteiligten kann dies nicht gelingen. Qualifikation und Sensibilisierung der Akteure sind gefordert. Ebenso braucht es ein funktionierendes Informationsmanagement zwischen der Rechtsetzungs- und der Vollzugsebene vor Ort. Nur so finden die Anforderungen der Digitalisierung in der Praxis Eingang in das Recht.
Bessere, vollzugsorientierte Rechtsetzung ist auf dieser Grundlage möglich um die Digitalisierung in Deutschland nachhaltig voranzutreiben. Ist sie heute in diesem Sinne schon „digital ready“?

 

Zukunftsforum IX:

„Deutschland vor der Wahl: Digitaler Aufbruch oder analoger Stillstand?“ - Das politische Gespräch zum Thema des Zukunftskongresses 2017 mit den Programmstrategen der Parteien zur Bundestagswahl

 

Die Digitalisierung aller Lebensbereiche schreitet unaufhaltsam voran. Die wahren Folgen und damit verbundenen Umwälzungen lassen sich heute in ihrem disruptiven Ausmaß noch nicht vollends abschätzen. Fakt ist aber: die Digitalisierung lässt sich nicht aufhalten. Gleichzeitig droht Deutschland in diesem Prozess den internationalen Anschluss zu verlieren. Dies gilt auch für die Digitalisierung von Staat & Verwaltung, wie verschiedene Studien belegen. So liegt Deutschland im E-Government Survey der Vereinten Nationen lediglich auf Platz  21, bei der E-Government-Nutzung im E-Government-Monitor von D21 bei schwachen 39% und beim eGovernment-Benchmark der EU in der Kategorie „Online availability for Losing and finding a job“ nur auf Rang 12. Laut Zukunftspanel Staat & Verwaltung 2016 sind die Weiterentwicklung von E-Government und Maßnahmen der Digitalisierung wiederholt die größte Herausforderung für die deutschen Verwaltungen. Mit wenigen Zahlen lässt sich belegen: Der Handlungsbedarf ist enorm! Wir brauchen ein Digitalisierungsprogramm für Deutschland!
Das Zukunftsforum IX findet als Town-Hall-Format mit festen Redezeiten statt. Inhaltlich zielt es darauf ab, zentrale Kernpunkte für ein solches „Digitalisierungsprogramm“ im Vorfeld der Bundestagswahl zu diskutieren. Im Mittelpunkt steht dabei die Grundsatzfrage, wie die Digitalisierung (mit ihren Teilaspekten und besonders im Hinblick auf den Punkt Digitale Verwaltung) in einer neuen Bundesregierung organisatorisch verankert sein soll. Zudem werden folgende Aspekte systematisch und konkret bearbeitet: 1. Bildung 4.0; 2. Digitalisierung mit Breitband ermöglichen; 3. Förderung von Innovationen; 4. Neue Arbeitswelten aktiv gestalten; 5. Vertrauen in die Digitalisierung stärken; 6. Intelligente Anwendungen zwischen Staat und Bürger; und 7. Serviceorientierte Verwaltung.
Am Ende des Zukunftsforums soll die Frage beantwortet worden sein, wie ein Digitalisierungsprogramm aus Sicht der jeweiligen Parteien aussehen und umgesetzt würde.

 

Zukunftswerkstatt 1.2:

Innovationsmanagement in der Verwaltung: Innovationslabore, MindLabs und Regierungs-Start-Ups als Game-Changer

 

Herausforderungen wachsen, Entwicklungen verlaufen schneller, klassische Lösungsmuster veralten – auch im öffentlichen Sektor werden nicht nur Modernisierung, sondern Innovationen erforderlich, um handlungsfähig zu bleiben und vor allem nachhaltig zukunftsfähig zu werden. Diese Einsicht reift. Das so genannte Innovationsmanagement kommt in den Blick. Wie gestaltet man dieses Innovationsmanagement? Welche Wege oder Varianten gibt es? Neben dem klassischen Innovationsmanagement, das räumlich, personell und prozessual in den organisatorischen Strukturen verbleibt, gibt es Innovationslabore, MindLabs und Regierungs-Start-Ups. Diese zeichnen sich u. a. dadurch aus, dass sie interdisziplinär arbeiten, räumlich und organisatorisch von der Regelorganisation getrennt werden und nach anderen „Spielregeln“ und Prozessen agieren. In Wirtschaft und Wissenschaft kommen sie bereits zum Einsatz. Im Ausland, wie z. B. Dänemark, Großbritannien und Österreich, gibt es bereits „Public Innovation Labs“ während in Deutschland erste Erfahrungen gesammelt werden.

Diese Zukunftswerkstatt wirft einen Blick auf die bereits gemachten einschlägigen Erfahrungen und Erkenntnisse und erörtert die Fragen, ob und wo ggf. öffentliche Innovationslabore oder Regierungs-Start-Ups einrichtbar wären. Sie will dazu ermuntern, diesen Weg des Innovationsmanagements zu beschreiten.

 

Zukunftsdialog Z 2.1: 

Rückzug des Staates aus dem  ländlichen Raum: Was kann die Digitalisierung dem entgegensetzen?

 

Der demografische Wandel trifft Stadt wie Land. Gerade dem ländlichen Raum können sich aber durch die Digitalisierung neue Chancen eröffnen, die Lebens- und Standortqualität durch den Einsatz von Informationstechnik und Vernetzung zu verbessern. Dies ist gerade in Deutschland mit seiner dezentralen Siedlungs- und Wirtschaftsstruktur wichtig.

Dabei darf Digitalisierung nicht auf die Versorgung mit hochleistungsfähigen grundsätzlich glasfaserbasierten Breitbandanschlüssen reduziert werden. Vielmehr geht es darum, strukturelle Probleme wie schlechte Erreichbarkeit, Fachkräftemangel oder Abwanderung zu lösen und das Lebensumfeld der Menschen zu verbessern. Dies betrifft etwa Nahversorgung und Nahverkehr, neuartige Lernkonzepte anstelle der überkommenen Schulstruktur oder E-Health und Telemedizin als Äquivalent der fehlenden Arztpraxis vor Ort.Lokale, regionale und Landes-Akteure entwickeln und erproben im Dialog tragfähige, innovative Konzepte für den ländlichen Raum in Projekten wie „Smart Country“, „Digitale Dörfer“, „Digitale Region“ oder „Digitaler Weinberg“. Nicht alle skizzierten Probleme lassen sich aber durch Digitalisierung lösen. Auch tradierte Ansätze wie die Gebietsreformen gilt es gerade vor dem Hintergrund der Digitalisierung neu zu bewerten. Im Zukunftsforum werden sowohl kreative digitale als auch herkömmliche Lösungen vorgestellt und diskutiert.

 

Handlungsfeld 2

 

Zukunftsforum VI: 

Offenheit und Beteiligung: Weg zu einer besseren Politik, zu einer besseren Verwaltung?

 

Die Bundesregierung hat den Entwurf eines Open-Data-Gesetzes beschlossen, der die systematische Öffnung von Verwaltungsdaten vorgibt. Zudem nimmt sie auch auf Wunsch der Länder an der Open Government Partnership teil und hat sich damit verpflichtet, alle zwei Jahre einen Aktionsplan mit der Zivilgesellschaft zu erstellen, dessen Umsetzung evaluiert wird.

Offenheit ist kein Selbstzweck. Zum einen sollen Daten als wichtiger Rohstoff und Produktionsfaktor nutzbar gemacht werden. Zugleich soll die Öffnung zu einer stärkeren Beteiligung beitragen.  Wie können wir nationale Aktionspläne gestalten, damit Bürgerinnen und Bürger den Nutzen erkennen? Wie sollten Beteiligungsformate gestaltet werden, damit bessere Entscheidungen im Sinne des Gemeinwohls getroffen werden? Welche guten Beispiele gibt es? Was können wir daraus lernen?

 

Zukunftsforum X:

Cyber- und IT-Sicherheit: aktueller Stand zu Normsetzungs- und strategischen Vorhaben des Bundes mit Wirkungen für Bürger, Wirtschaft und Öffentliche Hand

 

In Fragen der Cyber- und IT-Sicherheit ist die Welt derzeit massiv in Bewegung! Nur einige Beispiele seit die Bunderegierung im November 2016 ihre neue Cyber-Sicherheitsstrategie veröffentlichte:

Ende November 2016 gab es Störungen von fast 1 Million Routern in Deutschland, die zu Internetanschlüssen der Telekom zählten (Infektion mit Schadcode). Einige Tage später folgte die Aushebung des weltweit wohl größten Botnetzes Avalanche - nach internationaler Ermittlungsarbeit in vielen Ländern. Am Tag nach dem Terroranschlag am Berliner Breitscheidplatz im Dezember 2016 wurde mittels eines Cyber-Angriffs auf das BKA-Hinweisportal versucht, die Ermittlungsarbeit der Sicherheitsbehörden zu stören bzw. zu torpedieren. Wenige Tage später gab es Berichte über einen schwerwiegenden Cyber-Angriff auf die OSZE. Und zum Jahresende 2016 befasste sich die US-Regierung mit Cyber-Angriffen und ihrer möglichen Einflussnahmen im US-Wahlkampf. Auch in Deutschland ist die Diskussion in Politik und Medien zu Cyber-Angriffen deutlich intensiver geworden.

Um erfolgreich Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen und so auch einen umfangreichen Schutz vor Cyberangriffen zu erzielen, ist Kooperation auf allen föderalen Ebenen von entscheidender Bedeutung. Das Forum beleuchtet daher neben Maßnahmen aus der Cyber-Sicherheitsstrategie und aktuellen Normsetzungsvorhaben des Bundes auch Bereiche der Kooperation zwischen Bund, Ländern und Kommunen.

 

Zukunftswerkstatt Z 1.1:

Bots, Algorithmen und künstliche Intelligenz: Anwendungsmöglichkeiten in der Öffentlichen Verwaltung der Zukunft

 

Künstliche Intelligenz ist das Trendthema des Jahres 2017. Jede Woche erscheint ein neues spannendes StartUp am Firmament des digitalen Wandels.
Selbstfahrende Automobile, automatische Werbung und Bots für das Abwickeln immer wieder ähnlicher Kundenanfragen oder zur Aktivierung von Kundendialogen sind die heiß diskutierten Vorboten umfassender Automatisierung unserer Lebens- und Arbeitswelt. Die Automatisierung von Dialogprozessen senkt Zugangsbarrieren zu Informationen, beschleunigt Problemlösungsprozesse und kann es ermöglichen, Dialogbereitschaft zu zeigen.
Von welchen erfolgreichen Nutzungsszenarien in E-Commerce und Medien kann die Verwaltung lernen? Welche Technologien kommen zum Einsatz? Wie sind Chancen und Risiken zu bewerten? Auf welchem Kanal entfaltet sich die Wirkung der künstlichen Intelligenz am besten? Das sind die Themen dieser Zukunftswerkstatt.

 

Zukunftswerkstatt Z 2.2:

Die 10 großen internationalen Technologietrends und ihre Bedeutung für die IT von Staat & Verwaltung

 

Technologien entwickeln sich immer schneller, neue kommen hinzu. Sie werden von disruptiven Trends wie künstliche Intelligenz und Datenanalyse bereichert, welche Bürgerdienste und Verwaltungsabläufe beeinflussen werden. Gleichzeitig stellen sich aber Fragen bspw. zu Cybersicherheit, Privatsphäre und Datenschutz. Während Prozesse nutzerbezogen definiert werden müssen, stehen einem effizienten und zunkunftsorientierten Informationsmanagement eine Vielzahl von Plattformen und verteilten Services gegenüber.
Die Panelteilnehmer werden verschiedene Anwendungsszenarien der Technologietrends für die öffentliche Verwaltung unter Berücksichtigung des digitalen Verständnisses und der Reifegrade der Organisationen diskutieren. Sie werden die Herausforderungen der Zusammenarbeit von Fachabteilungen, Anwendern, CIO`s und Datenexperten für Services von Verwaltungsdienstleistungen erläutern. Digitalisierung wird unter den Aspekten Einflüsse auf die Effizienz und Effektivität, der Zukunftsinvestitionen sowie dem IT Aufwand für Datenaustausch und Cybersicherheit beleuchtet. Letztlich stellt sich die Frage nach der Innovationsbereitschaft und der digitalen Kultur in der öffentlichen Verwaltung.

 

Handlungsfeld 3

 

Zukunftsforum III:

IT-Konsolidierung in Bund, Ländern und Kommunen – Status quo und Entwicklungsperspektiven

 

IT-Konsolidierung zielt in den Dimensionen Betrieb, Dienste und Beschaffung darauf ab, gemeinsame Standards und Verfahren zu etablieren, um die Interoperabilität sowie technologische und Sicherheitsstandards zu verbessern und daraus resultierend die Anwenderfreundlichkeit bei gleichzeitig (langfristig) sinkenden Kosten zu erhöhen.

Mit dem Ziel weniger, aber „schlagkräftiger“ Rechenzentren macht der Bund mit Hochdruck ernst mit der Konsolidierung. Länder und Kommunen haben diese Schritte teilweise bereits absolviert, teilweise noch vor sich. Das Zukunftsforum VII wird von positiven und negativen Erfahrungen mit IT-Konsolidierung berichten und erfolgskritische Faktoren aufzeigen. Zudem werden Antworten auf typische Fragen von zu konsolidierenden Behörden gegeben, etwa: Wo sollte man den Schnitt zwischen Fach- und Querschnitts-IT setzen? Wie können die Ressorts ihre Hoheit über die zur Leistungserbringung erforderlichen Verfahren behalten? An welchen Stellen sind Entlastungen zu erwarten? Wie bleibt bei all der Standardisierung Flexibilität erhalten? Wie kann Change Management bei der IT-Konsolidierung die Verwaltungsmodernisierung unterstützen? Wie gewinnen wir unsere Mitarbeiter – IT wie fachseitig – für die Konsolidierung? Und letztendlich: Wie steht es um eine ebenenübergreifende Konsolidierung?

 

Zukunftsforum VII:

Demographischer Wandel & digitale Revolution – Was bedeutet dies für die Tragfähigkeit unserer Staatsfinanzen?

 

Der demographische Wandel verändert die Bevölkerungsstruktur nachhaltig. Der Anteil der älteren Bevölkerungsgruppen wird weiter steigen. Die Zahl der Erwerbspersonen wird schon durch die Verrentung der geburtenstarken Jahrgänge zurückgehen. Hieraus folgt auch Handlungsbedarf auf dem Feld der Staatsfinanzen. Auch wenn derzeit der Haushalt ohne Neuverschuldung ausgeglichen ist, stellt sich die Frage, wie die Tragfähigkeit zukünftig bei tendenziell steigenden Ausgaben und einer rückläufigen Zahl von Beitragszahlern gesichert werden kann. Hierzu bedarf es der gezielten Steuerung. Die demographische Entwicklung geht zudem einher mit dem Megatrend der Digitalisierung. Letztere wird bei der Gestaltung einen nicht unwesentlichen Beitrag leisten.
Diesen komplexen Zusammenhängen widmet sich das Zukunftsforum VII, in dem folgende Fragen im Fokus stehen werden: Wie wirkt sich der demographische Wandel auf Renten- und Pensionen sowie die Gesundheitskosten aus? Was bedeutet dies für die Tragfähigkeit unserer Staatsfinanzen? Welche Steuerungsinstrumente stehen uns zur Verfügung, um den Wandel zu gestalten und zukunftsfest zu machen? Und: Welchen Beitrag kann die Digitalisierung der Verwaltung und anderer Lebensbereiche hierbei leisten?

 

 

Zukunftsforum XI:

Digitalisierung in Staat & Verwaltung: Wie finanzieren wir ebenenübergreifende Großprojekte, die allen nützen?

Der Ausbau von E-Government kommt in Deutschland nur schleppend voran, sodass wir international den Anschluss verlieren: Deutschland liegt im E-Government Survey der Vereinten Nationen lediglich auf Platz 21, bei der E-Government-Nutzung im E-Government-Monitor von D21 bei schwachen 39% und beim E-Government-Benchmark der EU in der Kategorie „Digitisation“ nur auf Rang 19. Es fehlt weiterhin an ebenenübergreifenden Lösungen und der Bereitschaft, bestehende Lösungsangebote anderen Verwaltungen zur Verfügung zu stellen bzw. diese zu übernehmen und zu nutzen. Eine Achillesferse stellt hierbei auch die ebenenübergreifende Finanzierung von Digitalisierungsvorhaben dar. Sind es tatsächlich verfassungsrechtliche Bedenken oder schlicht die fehlende Kooperation von Bund, Ländern und Kommunen die nachhaltige und dringend notwendige Maßnahmen verhindern? Diverse
Analysen machen deutlich, dass insgesamt weniger ein Erkenntnis- als vielmehr ein Umsetzungsdefizit besteht. Hier sind vor allem auch tragfähige Entscheidungen auf politischer Ebene gefordert. Das Zukunftsforum XI stellt daher die Abwägung von unterschiedlichen Möglichkeiten der ebenenübergreifenden Finanzierung von E-Government in den Fokus. Welche neuen Chancen eröffnen die Grundgesetzänderung und die Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen? Wie setzen wir gemeinsam wirksame Standards? Und wie setzen wir Beschlüsse zur Finanzierung entschlossen und zeitlich terminiert in konkrete Maßnahmen um?

 

Zukunftswerkstatt Z 3.2:

IT-Beschaffung in einer konsolidierten IT-Landschaft des Staates – Was kommt auf Fachbereiche, Beschaffer und Bieter zu?

 

Mit dem Ziel einer IT-Konsolidierung streben öffentliche Einrichtungen des Bundes, der Länder und der Kommunen vermehrt einen Einsatz von standardisierten Basiskomponenten an. Die Bandbreite der dafür infrage kommenden Applikationen reicht von Dachportalen und CMS über spezifische Fachverfahren bis hin zur E-Akte oder ERP-Lösungen. Teilweise werden Behörden (gesetzlich) zur Nutzung der Basiskomponenten verpflichtet. In diesem Kontext stellt sich die Frage, wie die Beschaffung von Basiskomponenten aus Sicht der Beschaffungsstellen, der IT-Dienstleistungszentren und der nutzenden Behörden zielführend umgesetzt werden kann. Die Zukunftswerkstatt adressiert daher u.a. folgende Fragen: Was ist bei der Ausschreibung von Basiskomponenten aus Sicht der Beschaffungsstellen, der Behörden und der IT-Dienstleistungszentren zu beachten? Wie sieht eine gelungene Vergabestrategie aus - sind Rahmenverträge das Mittel der Wahl (singuläre vs. multiple Rahmenverträge)? Wie kann einer Monopolisierung des Marktes entgegengewirkt werden? Wieviel Flexibilität für die Umsetzung von behördenspezifischen Anpassungen ist möglich?

 

Handlungsfeld 4

 

Zukunftsforum IV:

Digital Leadership: Was bleibt, was kommt?

 

Der Megatrend Digitalisierung beeinflusst sämtliche Lebensbereiche. In der Arbeitswelt revolutioniert „New Work“ sowohl Produkte und Prozesse als auch die Art des miteinander Arbeitens. Das hat Auswirkungen auf die Anforderungen an Führung. Während junge Start-up Unternehmen sie ganz für obsolet halten, geben Praktiker*innen zu bedenken, dass Führung gerade unter den veränderten Bedingungen notwendig sei, allerdings in anderer Form. Was bedeutet es, in einer Welt zu führen, die zunehmend geprägt ist von Flüchtigkeit, Ungewissheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit? Bedeutet dann Führung vor allem Rahmenbedingungen und Spielregeln zu vereinbaren und auf deren Einhaltung zu achten? Oder bekommen dadurch die Führungsprinzipien wie Vertrauen, Mitgestaltung, Sinnhaftigkeit, Gemeinwohlorientierung und Vernetzung eine noch größere Bedeutung? Werden zukünftig alle Schlüsselkompetenzen unter Digital Leadership subsumiert oder geht es dabei eher um eine innere Haltung?

 

Zukunftsforum VIII:

Kulturwandel in der Verwaltung: Interdisziplinäre Teams stärken!

 

Erfolgreiche Veränderungsprojekte erfordern neben fachlicher und sozialer vor allem auch interdisziplinäre Kompetenz. e-Government wie auch andere anspruchsvolle Großprojekte können ohne das Zusammenwirken von Juristen, Betriebswirten, Technikern und Fachbereichen kaum gelingen. Die tradierte Aufgabenstruktur der Verwaltung steht dem allerdings vielfach entgegen. Interdisziplinäre Teams können eine solche fächerübergreifende Arbeitsweise fördern und damit einen wichtigen Beitrag zum Kulturwandel in der öffentlichen Verwaltung leisten. Sie haben sich bei neuen, innovativen Gebieten bewährt und sind gerade dann besonders leistungsfähig, wenn es um Ideengenerierung und Umsetzung neuer Lösungen geht. Interdisziplinäre Zusammenarbeit wird aber vielfach auch als sehr mühsamer Prozess erlebt, welcher von den Beteiligten Zielbewusstsein, Leistungsbereitschaft und Toleranz erfordert. Für Führungskräfte und den Personalbereich stellt sich die Frage, wie sich Interdisziplinarität auf die Arbeitsleistung in Projektteams auswirkt und wo und wie man solche Teams am besten einsetzen kann. Welche Rahmenbedingungen braucht es und wie kann man interdisziplinäre Teams generell stärken um den Kulturwandel in der öffentlichen Verwaltung zu fördern?

 

Zukunftsdialog Z 1.3:

Wandel zu einer projektorientierten Kultur in der öffentlichen Verwaltung

 

Projektmanagement und -governance ist ein Führungsinstrument, das den für die Modernisierung der öffentlichen Verwaltung notwendigen Kulturwandel vorantreibt.

 

 

 

Zukunftsdialog Z 3.3:

Agile Verwaltung

 

Zunehmende Digitalisierung und Komplexität in der öffentlichen Verwaltung erfordern eine agile Verwaltung statt „Silodenken“. Um Zusammenhänge und Wechselwirkungen mitzudenken brauchen wir eine Abkehr von „Fürstentümern“ und Alleinentscheidungen hin zu agilem Arbeiten, geprägt durch neue Denkweisen, effiziente Vernetzung von unterschiedlichen Fachbereichen über Organisationsgrenzen hinweg, mehr Beteiligung und frühzeitige Einbindung relevanter Akteure, zielführende Arbeitsstrukturen, schnelle Zielanpassung und Ressourcensteuerung, hierarchiefreie Problemlösung und Zusammenarbeit, qualifiziertes und motiviertes Personal.

 

Der Zukunftsdialog „Agile Verwaltung“ bietet einen Raum zum Erfahrungsaustausch und zum Lernen von anderen. Im Mittelpunkt stehen dabei folgende Fragen:

  • Der Weg vom Silodenken zur Agilität  - Was braucht es an Entscheidungen, Kommunikation und Zusammenarbeit in agilen Arbeitsgruppen?
  • Was sind die entscheidenden Hebel für eine agile Verwaltung?

Im Zukunftsdialog werden zu diesen Fragestellungen Ansätze aus der kommunalen Praxis vorgestellt und diskutiert. Der Dialog bietet damit eine Möglichkeit, neue Perspektiven zu erkennen und zu gemeinsamen Erkenntnissen, Gedanken und Ideen zu kommen. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten der Reflexion, des Austausches, des Verstehens und des Weiterdenkens.

 

 

*Themen der Zukunftsforen unter Vorbehalt und in Entwicklung, Stand: April 2017